Ab Donnerstag, 15. Januar 2026
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Neue Dauerausstellung „Shalom am Rhein –
1.000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz“
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz
ERÖFFNUNG 15.01.2026:
Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat im Landesmuseum Mainz die neue Ausstellung „Shalom am Rhein. 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz“ eröffnet. Seit über 1000 Jahren ist jüdisches Leben eng und untrennbar mit der Geschichte von Rheinland-Pfalz verbunden. Die Schau bietet mit berührenden Objekten und eindrucksvollen Biografien neue Blicke auf das Miteinander der jüdischen und der nicht-jüdischen Gesellschaft. Sie zeigt eindrucksvoll die Strahlkraft jüdischer Kultur, Wissenschaft und Religion ebenso wie die Brüche durch Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung – und die Kraft des Neubeginns. Ausgangspunkt der Ausstellung ist das wirkmächtige jüdische Erbe der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz, dessen Anerkennung als UNESCO-Welterbe sich 2026 zum fünften Mal jährt.
„Die Eröffnung der neuen Ausstellung im Jahr des fünfjährigen UNESCO-Jubiläums von SchUM ist ein starkes und sichtbares Zeichen für die Bedeutung des jüdischen Erbes in Rheinland-Pfalz. Sie unterstreicht den gemeinsamen Anspruch des Landes, dieses einzigartige religiöse, kulturelle und intellektuelle Erbe dauerhaft zu vermitteln und zu bewahren. Die Entwicklungen in den SchUM-Gemeinden haben das europäische Judentum nachhaltig geprägt und sind ein identitätsstiftender Teil unserer Landesgeschichte. Der bewusste Blick auf diese Geschichte – mit ihren hellen wie auch dunklen Kapiteln – stärkt unsere Haltung für die Zukunft und verpflichtet uns, jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegenzutreten“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Sein Dank gelte allen, die sich aktiv dafür einsetzen, dieses Erbe lebendig zu halten.
„Die Eröffnung der neuen Ausstellung im Jahr des fünfjährigen UNESCO-Jubiläums von SchUM ist ein starkes und sichtbares Zeichen für die Bedeutung des jüdischen Erbes in Rheinland-Pfalz. Sie unterstreicht den gemeinsamen Anspruch des Landes, dieses einzigartige religiöse, kulturelle und intellektuelle Erbe dauerhaft zu vermitteln und zu bewahren. Die Entwicklungen in den SchUM-Gemeinden haben das europäische Judentum nachhaltig geprägt und sind ein identitätsstiftender Teil unserer Landesgeschichte. Der bewusste Blick auf diese Geschichte – mit ihren hellen wie auch dunklen Kapiteln – stärkt unsere Haltung für die Zukunft und verpflichtet uns, jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegenzutreten“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Sein Dank gelte allen, die sich aktiv dafür einsetzen, dieses Erbe lebendig zu halten.
„Auf über 400 Quadratemetern Ausstellungsfläche führt ‚Shalom am Rhein‘ vom Mittelalter bis in die Gegenwart und verdeutlicht, wie reich, vielfältig und zugleich verletzlich jüdisches Leben über Jahrhunderte in unserem Land war und ist. Gerade heute ist es ungemein wichtig, dass wir Orte der Vermittlung, der Erinnerung und des Dialogs schaffen. Dafür steht die neue Ausstellung, die erstmals seit dem Auszug des Landtags wieder in der barocken Steinhalle des Landesmuseums gezeigt wird und diese für das kulturelle Erbe zurückgewinnt“, sagte Innenminister Michael Ebling.
In der Ausstellung wird die Geschichte jüdischer Gemeinden am Rhein als Geschichte des Wissens, der religiösen Tradition und der kulturellen Innovation erzählt. Sichtbar wird, wie die SchUM-Gemeinden im Mittelalter zu einem geistigen Zentrum nördlich der Alpen wurden – mit Synagogen, Mikwen und Friedhöfen als steinernen Zeugen jüdischen Erbes. Zugleich machen die historischen Spuren die wiederkehrenden Zerstörungen und das Spannungsfeld zwischen Nähe, Teilhabe und Gewalt deutlich.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Landjudentum, das sich ab der frühen Neuzeit als Folge von Vertreibungen aus vielen Städten entwickelte. In Dörfern – oft entlang von Rhein, Mosel, Nahe und Saar – prägten jüdische Familien über Jahrhunderte das regionale Leben mit, trotz hoher Schutzgelder, Einschränkungen und Berufsverbote.
„In vielen Gemeinden lebten Jüdinnen und Juden als Minderheit inmitten der Mehrheitsgesellschaft – oft gezwungen, sich anzupassen, und zugleich entschlossen, ihre eigenen Traditionen zu bewahren. Diese Balance zwischen Nähe und Eigenständigkeit verlieh den Gemeinschaften eine besondere Stärke. Sichtbar wird auch die Rolle der Frauen, die schon früh in Familie, Religion und Handel selbstbewusst Verantwortung übernahmen – ein Bild von Eigenständigkeit, das seiner Zeit voraus war“, erklärten Generaldirektorin Dr. Heike Otto und Museumdirektorin Dr. Birgit Heide von der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), zu der das Landesmuseum gehört.
Weg zur Ausstellung:
„Shalom am Rhein“ ist ab dem 15. Januar 2026 im Landesmuseum Mainz zu sehen und wird über mehrere Jahre fester Bestandteil des Ausstellungsangebots sein. Parallel zur Ausstellung wird es ein umfassendes Begleitprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Workshops für Schulgruppen und zahlreichen Führungen geben. Informationen dazu finden sich auf www.landesmuseum-mainz.de. Kuratiert wurde die Ausstellung von einem Team der GDKE und des Innenministeriums in Zusammenarbeit mit der Agentur für jüdische Kultur Altenburg & Graf und unter enger Einbindung weiterer Partner wie den jüdischen Gemeinden.
