Reaktivierung der Bahnstrecke Zweibrücken – Homburg bis 2028

Mittwoch, 21.10.2026, 19.00 Uhr

Herr Werner Schreiner

 

Vortrag

Reaktivierung der Bahnstrecke Zweibrücken – Homburg

 

Herzogssaal beim Stadtmuseum

Herzogstrasse 9, Zweibrücken

Bahnstrecke Homburg – Zweibrücken:

(Textquelle: Marina Kallis, Sprecherin der DB Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland)

 

Die Deutsche Bahn (DB) plant, die Strecke Homburg – Zweibrücken wiederzubeleben und vor allem der Nutzung für Pendler: innen zur Verfügung zu stellen. Die Reaktivierung stellt ein bedeutendes länderübergreifendes Projekt für den Bahnverkehr zwischen Rheinland‑Pfalz und dem Saarland dar. Sie beinhaltet die Verlängerung der S-Bahn-Linie S1 aus
Richtung Kaiserslautern über Homburg hinaus bis Zweibrücken im Stundentakt.

Hierzu wird die Standzeit der in Homburg endenden Umläufe genutzt. Mit der Reaktivierung der Strecke erhalten die beiden Mittelzentren Homburg im Saarland und Zweibrücken in Rheinland-Pfalz ihre direkte Schienenverbindung zurück, was
zu einer wesentlichen Verbesserung des Zugangebots beiträgt. 

 

DB bereitet die Reaktivierung derStrecke vor

Rodungsarbeiten vom 20. November 2025 bis zum 28. Februar 2026 zwischen Homburg und Einöd

      Bauarbeiten auf drei Abschnitten starten 2026

      Inbetriebnahme im Dezember 2028 geplant

Im Rahmen der Baumaßnahmen erfolgt die Reaktivierung der Strecke von Homburg nach Einöd und die Elektrifizierung der Strecke von Homburg über Einöd nach Zweibrücken. Ebenso wird die Leit- und Sicherungstechnik in Homburg und Zweibrücken angepasst, inklusive des Bahnhofs Einöd, und ein neues Elektronisches Stellwerk in Homburg-Einöd wird gebaut. Zudem sollen die Haltepunkte Homburg-Beeden und Schwarzenacker reaktiviert werden. Der Haltepunkt Einöd soll zu einem Umsteige-Bahnhof mit einem Mittelbahnsteig umgebaut und im Bahnhof Zweibrücken Hbf. der Bahnsteig 1 erhöht werden. Weiterhin spielt das Thema Artenschutz eine große Rolle. 

 Zur Vorbereitung der Bauarbeiten standen vom 20. November 2025 bis zum 28. Februar 2026 zunächst Rodungsarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Homburg und Einöd an. Dieser Zeitraum entspricht den erlaubten Rodungszeiten im Rahmen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Die Anwohnenden wurden darüber bereits im Frühjahr 2025 informiert. 

 Anschließend werden die Baumaßnahmen auf drei Abschnitten umgesetzt: 2026 beginnen die Arbeiten auf dem ersten Abschnitt von Homburg bis zur sogenannten Anschlussgrenze. Der zweite, derzeit stillgelegte und teilweise zurückgebaute Abschnitt Homburg – Einöd mit einer Länge von etwa 6,3 Kilometern folgt 2027. 2028 steht der dritte Abschnitt zwischen Einöd und Zweibrücken an. Die Inbetriebnahme der vollständig elektrifizierten und reaktivierten Strecke Homburg – Zweibrücken ist für Dezember 2028 vorgesehen. 

 

Quelle: DB, Haltepunkt Beeden
Quelle: DB, 1. Bauabschnitt, Mai 2026
Quelle: DB, Haltepunkt Schwarzenacker
Quelle: Staatskanzlei RLP 2025, Foto: Werner Schreiner

Werner Schreiner (* 11. Mai 1947 in Neustadt an der Haardt) ist ein deutscher Lehrer, der sich als Verkehrsexperte und -funktionär sowie als Historiker einen Namen machte.

Herr Schreiner engagierte sich u.a. dafür, das Kuckucksbähnel LambrechtElmstein, das von der Gesamtstilllegung und dem Abbau bedroht war, in eine Museumsbahn umzuwandeln.

Von 1997 bis 2005 war er Direktor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd.

2004 wurde er Vorsitzender des Expertenausschusses Grenzüberschreitender Personenverkehr. Von 2005 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2012 oblag ihm außerdem die Geschäftsleitung des VRN.

Von 2012 bis 2014 war Schreiner Mitglied im Netzbeirat von DB Netz. Anfang 2014 wurde er Nachfolger von Clemens Nagel als Beauftragter für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Landes Rheinland-Pfalz.

Als Historiker veröffentlichte Schreiner zahlreiche Schriften zur pfälzischen Eisenbahngeschichte.

Die Bezirksgruppe Neustadt des Historischen Vereins der Pfalz leitet er als Vorsitzender.