Nikolaus von Kues oder die Rückkehr des Sokrates

Über den Theologen, Philosophen und Universalgelehrten Nikolaus von Kuesreferiert Gerhard Kaiser am 25. September beim Historischen Verein Zweibrücken. Nikolaus von Kues (1401-1464), auch Cusanus genannt, gilt als der erste Philosoph der Renaissance. Er markiert einen Epochenumbruch und den Beginn der Moderne in der Wissenschaft. Sein Hauptwerk „Über die belehrte Unwissenheit“ nimmt in vielerlei Hinsicht Erkenntnisse neuzeitlicher Philosophie und Wissenschaft vorweg. Cusanus‘ bedeutendste Leistung ist die Überwindung einer erstarrten Wissenschaft und Philosophie. Die Unterscheidung von Verstand und Vernunft bedeutet die Einsicht in die Vorläufigkeit und Begrenztheit allen Wissens. Sie ermöglicht eine auch dem Laien nützliche, moderne Wissenschaft und das Streben nach Fortschritt – gegen jeden Dogmatismus.

Gerhard Kaiser, Oberstudienrat i.R., studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte. Er war Lehrer für Deutsch und Philosophie am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium. Seine Arbeitsschwerpunkte sind mittelalterliche Kultur- und Geistesgeschichte.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche. Wie immer sind alle Interessierten willkommen. (hv)