„Das war heute wohl der glücklichste Tag meines Lebens“

100 Jahre Novemberrevolution, Frauenwahlrecht und Weimarer Verfassung

„Das war heute wohl der glücklichste Tag meines Lebens" schrieb der Pirmasenser Adolf Ludwig (1947 bis 1958 DGB-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz) im November 1918 in sein Tagebuch.

Welche kurzfristigen Erwartungen und langfristigen Hoffnungen verbandendie Zeitgenossen 1918 mit der Novemberrevolution?  Dieser Frage wird Dr. Klaus Becker am 18. September in seinem Vortrag beim Historischen Verein Zweibrücken nachgehen.

Verblieben mehr als nur das Frauenwahlrecht und die Reichsverfassung der Weimarer Koalition, deren Parteien auch in Zweibrücken mit großer Mehrheit gewählt worden waren? Schließlich war schon 1924 der Acht-Stunden-Tag als zentrale revolutionäre Errungenschaft wieder verloren und 1933 die Republik selbst untergangen– symbolhaft in Zweibrücken durch die Zerstörung des Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmals.

Dr. Klaus J. Becker aus Ludwigshafen studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Neuere Geschichte und Politische Wissenschaft und promovierte über „Die KPD in Rheinland-Pfalz 1946-1956“.Heute ist er stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen sowie Autor zahlreicher Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Pfalz, Rheinhessen, Rheinland-Pfalz und der Rhein-Neckar-Region.

Der Vortrag am 18. September beginnt um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche.Wie immer sind alle Interessierten willkommen. (hv)