Geradewegs ins Krumme Elsaß

Historischer Verein folgt den  Spuren reicher Kulturgeschichte

Zweibrücken (hv) Als eine Reise durch das kulturgeschichtliche Bilderbuch des Krummen Elsaß versteht sich die zu Besonderheiten des Landes führende Exkursion des Historischen Vereins Zweibrücken am Samstag, 2. Juni.

Schon die erste Station der Studienfahrt, das geschichtsträchtige Zetting, wartet mit einem Juwel auf: die spätgotische Kirche St. Marcel. Ihr Fluchtturm geht auf  das neunte Jahrhundert zurück, ihre Grablegungsgruppe auf 1440 und ihre Chorfenster aus dem 15. Jahrhundert sind eine Kostbarkeit. Ein Wehrfriedhof ist bei der zwischen 1330 und 1350 entstandenen Kirche von Domfessel mit ihrer einstigen Türmerwohnung zu entdecken. Und in Lorentzen ist die ehemalige katholische Kirche  - heute Salle polyvalente der Gemeinde – ein Bau von Friedrich Joachim Stengel, dem Architekten der Saarbrücker Ludwigskirche. Aber dort ist noch mehr zu sehen: das Schloss als einstiger Witwensitz der Herren von Nassau-Saarbrücken, die frühere Mühle und die ehemalige Zehntscheune.

Nach der Mittagspause in Sarre-Union geht die Reise weiter nach Harskirchen, das einmal Verwaltungssitz der Nassau-Saarbrücker Fürsten war. Auch dort gibt es eine Stengel-Kirche zu bestaunen, und dieser spätbarocke Kirchenbau von1767 ist ein kunsthistorisches Kleinod. Auch in Berg war der fürstliche Baumeister tätig, wo Stengel  von 1770 bis 1775 die evangelische Kirche baute, übrigens eine Querhauskirche wie in Saarbrücken. Und auf dem Kirchberg befinden sich Relikte eines verschwundenen Ortes. Zum Ausklang wird die „Wilde Ente“ in Saarbrücken-Güdingen angefahren.

Die Abfahrt in Zweibrücken am 2. Juni erfolgt um 8 Uhr an der Festhalle. Anmeldungen werden bis 30. Mai in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen.