Hütten, Hämmer, Gießereien…

Historischer Verein auf den Spuren früher Industriegeschichte

Zweibrücken (hv) Bei seiner ersten Exkursion in diesem Jahr am 21. April schlägt der Historische Verein Zweibrücken ein bedeutendes Kapitel früher pfälzischer Industriegeschichte auf, wenn er sich auf die Spuren der Nordpfälzer Gienanths begibt, die vor 275 Jahren begonnen haben, mit ihren Hüttenwerken die bäuerliche Welt unterm Donnersberg zu verändern. Zwar wird schon aus dem Jahr 1473 eine „falkensteinische Ysenschmitte mit den Woogen“ erwähnt, aber erst mit dem Hammermeister Johann Nikolaus Gienanth aus Wattenheim und seiner „Winnweiler Schmelz“ nimmt Mitte des 18. Jahrhunderts die Industrialisierung der Nordpfalz ihren Anfang.

Winnweiler ist dann auch die erste Station der Studienfahrt am  21.April, wo im Jüdischen Museum der Nordpfalz eine der Familie Gienanth und ihren Unternehmen gewidmete Abteilung besucht wird. Von dort geht es ins Langental von Imsbach, wo das Interesse der alten Eisenerzgrube Maria gilt. Nächstes Ziel ist dann Hochstein mit den ehemaligen Industrieanlagen der Eisenschmelz und dem einst stattlichen Herrenhaus.

Zur Mittagspause fährt der Bus nach Falkenstein, zum Falkensteiner Hof oberhalb der bekannten Burgruine. Erste Station am Nachmittag ist Schweisweiler, wo Anfang des 19. Jahrhunderts ein Großhammerwerk samt Wohngebäude für die Hammerschmiede errichtet wurde. Damals entstand dort auch eine Schäferei, in der heute noch Merinoschafe gezüchtet werden. Natürlich wird auch ein Blick in „Leos Tenne“ geworfen, dem Schweisweiler Dorfmuseum mit Gienanth-Relikten.

Die historische Kupferschmelz und die Gräber der geadelten Familie von Gienanth in Hochstein sind die letzten Besuchsziele, bevor zum Ausklang des Tages das Haus Unterhammer bei Trippstadt angesteuert wird. Durch das ganze Tagesprogramm mit allen Besichtigungen führt Werner Rasche aus Winnweiler, ein profunder Kenner der Gienanthschen Familien- und Werkegeschichte.

Die Abfahrt am Samstag, 21. April, erfolgt um 7 Uhr an der Festhalle. Anmeldungen zur Teilnahme an der Exkursion werden bis 18. April in der Sonnen-Apotheke in der Zweibrücker Fußgängerzone entgegengenommen.