Friedensbewegte Pfälzer anno 1914

Vortragsabend und Jahrestagung des Historischen Vereins

Zweibrücken (hv) Es sind jetzt einhundert Jahre her, dass der Erste Weltkrieg endete, das erste große Völkermorden des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit einem fanatischen Nationalismus und einer heute kaum noch vorstellbaren Begeisterung war vier Jahre zuvor das kaiserliche Deutschland in den Krieg gezogen. Die Historiker sprechen von ihm als der Urkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts. Vor 1914 hatte die internationale Friedensbewegung, die auch in der Pfalz ihre Anhänger hatte, deutlich die Schrecken der Kriegsführung im Industriezeitalter beschrieben.

Über die damalige politische Situation mit ihrer Problematik, öffentlich für Frieden einzutreten, wird im zweiten Vortragsabend  des Historischen Vereins Zweibrücken im neuen Jahr, am Mittwoch, 7. Februar, der promovierte Historiker Karlheinz Lipp berichten. „Pazifismus in der Pfalz vor und während des Ersten Weltkriegs“ hat er seinen Vortrag überschrieben, und so heißt auch seine jüngste Publikation. Der aus Landau stammende und heute in Berlin lebende Pädagoge und Geschichtswissenschaftler Karlheinz Lipp zählt hierzulande zu den führenden Vertretern der Historischen Friedensforschung.

Dem am 7. Februar um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend geht um 18 Uhr, ebenfalls im Kapellenraum, die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins voraus. Zu dem Vortrag sind Gäste wieder freundlich willkommen.