Nach Schweden der Liebe wegen

Historischer Verein beginnt Vortragsarbeit mit Gastreferenten  

Zweibrücken (hv) Um Johann Casimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589 – 1652) geht es im ersten Vortagsabend des Historischen Vereins Zweibrücken im neuen Jahr, zu dem für 24. Januar eingeladen wird. Ihn hatte die Liebe damals nach Schweden getrieben, und die Heimat seiner Frau wurde auch das Land seines Lebensschicksals. Darüber wird der promovierte Historiker Andreas Kappelmayer vom Fachbereich Geschichtswissenschaft der Universität Tübingen in seinem Zweibrücker Gastvortrag berichten.

Am Vorabend des Dreißigjährigen Kriegs vernetzen sich die Zweibrücker  Pfalzgrafenbrüder europaweit mit bedeutenden protestantischen Dynastien. Der jüngste Bruder, Pfalzgraf Johann Casimir, heiratete die schwedische Königstochter Katharina. Als der Dreißigjährige Krieg das Land verheerte, fand das Paar Zuflucht in Katharinas Heimat Schweden.

Der landes- und konfessionsfremde Einwanderer Johann Casimir wurde in der Folgezeit zu einem engen Vertrauten und Mitarbeiter von König Gustav II. Adolf in der Militär- und Finanzverwaltung. Dessen Tod führte für Johann Casimir zum Verlust seiner politischen Bedeutung.

Johann Casimirs ältester Sohn, Karl Gustav, wurde von Königin Christina jedoch  zu ihrem Thronfolger aufgebaut: Der Einwanderersohn aus der Pfalz wurde König von Schweden. Die Zukunftsaussichten für die anderen Kinder Johann Casimirs und Katharinas in der Gesellschaft Schwedens waren hingegen deutlich unsicherer.

Zu dem am Mittwoch, 24. Januar, um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets bei Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.