Wo Kaiser und Könige kuriert wurden…

Historischer Verein fährt in die Oberpfalz und nach Tschechien

Zweibrücken (hv) Die schon zur Tradition gewordene viertägige Herbst-Studienreise des Historischen Vereins Zweibrücken führt in diesem Jahr als kulturgeschichtliche Exkursion dorthin, wo einst Kaiser, Könige und Fürsten ins Wasser stiegen, um ihre Gesundheit zu fördern, in die ehemals wittelsbachsche Oberpfalz und ins Bäderdreieck im nahen Tschechien.

Erstes Ziel der Fahrt ist das tausendjährige Amberg, dessen Altstadt als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas gerühmt wird. In Eger – oder Cheb, wie es heute heißt - kommen die Studienfahrer in eine der schönsten Städte Tschechiens, die zugleich zu den ältesten und wertvollsten Städten des Landes zählt. Kultureller Höhepunkt der Reise ist dann Waldsassen mit seiner im frühen zwölften Jahrhundert gegründeten Zisterzienserabtei. Deren Stiftsbasilika ist eine der bedeutendsten Barockkirchen Bayerns und der weltberühmte Bibliothekssaal der Abtei ist mit seinen grandiosen Holzschnitzereien ein Hochbarock und Rokoko vereinigendes künstlerisches Kleinod.

Der Kaiserwald, Franzensbad und Marienbad stehen ebenso auf dem Besuchsprogramm wie Bad Königswart mit dem Schloss des Fürsten Metternich, der es von seinem Vater zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Auf der Heimreise wird noch in Tirschenreuth Station gemacht, wo 1838 die erste Porzellanmanufaktur in der Oberpfalz gegründet wurde.

Verbindliche Anmeldungen zu der Studienreise werden bis 6. September in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen Die Abfahrt am 4. Oktober erfolgt um 7 Uhr an der Festhalle.