Wie war das damals – 1870/71?

Historischer Verein erinnert an bewegte Zeiten hierzulande

Zweibrücken (hv) Es sind etwas mehr als 145 Jahre her, seit in unserer Nahbarschaft, auf den Spicherer Höhen bei Saarbrücken, eine mörderische Schlacht tobte. Gerade vier Wochen zuvor hatte der deutsch-französische Krieg 1870/71 begonnen, von dem die Großeltern der heutigen Generation noch in der Schule etwas hörten, vor allem von Schultze Katrin, einer jungen Saarbrückerin, die inmitten des grausamen Kampfgeschehens Verwundete versorgte.

Der 70er Krieg, wie er in der Alltagssprache genannte wurde, ist das Thema des nächsten Vortragsabends des Historischen Vereins Zweibrücken, am Mittwoch, 21. Juni. Das damalige Kriegsgeschehen hat sich, wie der Referent des Abends, Marco Hillinger, berichtet, zeitweise in unserer unmittelbaren Umgebung abgespielt. An manchen Orten in Zweibrücken sei das heute noch sichtbar, jedoch aus der Wahrnehmung der Bevölkerung gänzlich verschwunden.

Neben Bildern und Informationen wird der Vortragende auch Hintergründe über den Kriegsverlauf sowie Ursachen des Kriegs und seine politischen Folgen aufzeigen, zu denen auch die deutsche Reichsgründung gehört. Dabei werden Otto von Bismarck, General von Moltke und der erste deutsche Kaiser, Wilhelm I., als „Hauptakteure“ ins Blickfeld gerückt.

Zu dem am 21. Juni um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.