Als der neue Glaube zu uns kam…

Historischer Verein: Fahrt auf den Spuren der Reformation

Zweibrücken (hv) Ins Glantal führt die erste Exkursion  des Historischen Vereins Zweibrücken  in diesem Jahr, die am letzten April-Samstag unternommen wird und besonders frühe Spuren der Reformation in unserer weiteren Heimat verfolgt. Erste Station dieser Studienfahrt ist die auf die Romanik zurückgehende Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei in Offenbach am Glan. Mitte des 16. Jahrhunderts verlor sie ihre Propstei und wurde evangelisch.

Eine der schönsten spätgotischen Kirchen links des Rheins ist die Schloßkirche von Meisenheim, der einstigen Residenz der Zweibrücker Herzöge. Nach ihrem Vorbild soll später die Zweibrücker Alexanderskirche entstanden sein, beider Baumeister war der aus Frankfurt gekommene Philipp von Gmünd. Besondere Aufmerksamkeit in der Schloßkirche gilt der Wittelsbacher Grabkapelle und dem Grab von Herzog Wolfgang; dieser hatte im Krieg zur Verteidigung der Hugenotten in Frankreich sein Leben verloren. Bedeutsam in der Reformationszeit wurde diese Kirche, weil dort seit 1526 der Luther-Schüler Nikolaus Faber das Abendmahl in Brot und Kelch austeilte, evangelisch predigte und schließlich Superintendent, d.h. Dekan, des Oberamtes Meisenheim wurde.

Nach der Mittagspause geht die Reise weiter nach Odenbach, wo eine aus der Barockzeit stammende Synagoge besucht wird. Die Studienfahrt klingt auf dem Remigiusberg bei Kusel aus, bei einem Zusammensein mit Abendessen in der „Alten Abtei“.

Anmeldungen  zu der von dem promovierten Kirchenhistoriker und emeritierten Pfarrer Bernhard H. Bonkhoff geleiteten und geführten Exkursion werden bis 27. April in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen. Die Abfahrt am Samstag, 29. April, erfolgt um 7,30 Uhr an der Festhalle.