Reformation ist mehr als Luther

Historischer Verein besucht Ausstellung „Neuer Himmel Neue Erde“

Zweibrücken (hv)  Wenn von Martin Luther und seinem Thesenanschlag in Wittenberg die Rede ist, wird oft übersehen, dass die Pfalz eigentlich ein Kernland der Reformation war. Die von Luther ausgehenden Impulse – Initialzündung würde man heute sagen – fielen hierzulande auf fruchtbaren Boden und seine Lehre  breitete sich rasch aus. Johann Schwebel, der Stadtpfarrer unter Herzog Ludwig II. von Pfalz-Zweibrücken, predigte bereits 1523 in der Alexanderskirche nach der neuen Lehre, und das heißt auch, in deutscher Sprache. Zehn  Jahre später verfasste er die erste evangelische Kirchenordnung der Pfalz.

Zweibrücken gehört also zu den ganz frühen Stätten der Reformation, die aber viel mehr gewesen ist als nur eine theologische Angelegenheit. “Sie hatte politische, soziale und kulturelle Auswirkungen, die bis heute nachwirken. Sie stand ganz am Anfang der Entwicklung zu Aufklärung und Demokratisierung der Gesellschaft“, schreibt Charlotte Glück, die Leiterin unseres Stadtmuseums. Und das macht auch die Ausstellung „Neuer Himmel  Neue Erde“, deutlich, die Charlotte Glück zur Reformation in der Pfalz im Zweibrücker Stadtmuseum aufgebaut und gestaltet hat.

Eingeführt von der Museumsleiterin, wird der Historische Verein Zweibrücken am Mittwoch, 15. März, um 19 Uhr die Ausstellung „Neuer Himmel Neue Erde“ besuchen, die bereits weithin ein sehr lebhaftes Echo und hohe Anerkennung gefunden hat. Da der Historische Verein alle anderen Kosten übernimmt, zahlen die Besucher nur einen ermäßigten Eintrittspreis von 3 Euro. Wie zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins sind auch zu dem Ausstellungsbesuch Nichtmitglieder freundlich willkommen