Der lange Weg zu Europa

Historischer Verein: Vom Polenkönig zu Otto von Habsburg

Zweibrücken (hv) Wenn beim ersten Sommer-Vortrag des Historischen Vereins Zweibrücken, am 22. Juni, Vorstandsmitglied Richard B. Hudlet über „Die europäische Idee im Südwesten“ spricht, wird er auf den weiten und dornenvollen Weg nach Europa vom 18. bis ins 21. Jahrhundert verweisen. Dabei soll an der Lebensgeschichte von Stanislaus Leszczynski, die diesen vom polnischen König zum Verwalter des Herzogtums Zweibrücken und endlich zum Herzog von Lothringen werden ließ, die europäische Idee an einem Einzelschicksal sichtbar und erläutert werden.

Der Referent spricht von einem politischen Kuhhandel, wenn er auf die Vorgänge im ausgehenden 18. Jahrhundert eingeht, und wird beim Blick auf unsere Zeit auch Otto von Habsburg erwähnen. Und hier schließt sich der Kreis. Denn der Sohn des letzten österreichischen Kaisers trug, wie einst Stanislaus Leszczynski, ebenfalls den Titel eines Herzogs von Lothringen. Der vor fünf Jahren im Alter von 98 Jahren gestorbene Otto von Habsburg war als Präsident der Internationalen Paneuropa-Union einer der rührigsten Vorkämpfer eines vereinigten Europas und später Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Im Jahr 2002 hatte er auch Zweibrücken besucht.

Zu dem am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.