Dreigestirn der Geschichtsforschung

Prof. Ammerich: Die große Zeit des Gymnasium Bipontinum

Zweibrücken/Homburg (hv) Kein Zweifel: Die Erforschung und Pflege der heimatlichen Geschichte ging in älterer Zeit weitgehend vom Zweibrücker Gymnasium aus. Das war insbesondere das Verdienst von Georg Christian Joannis sowie von Johann Philipp Crollius und seines bedeutenderen Sohns Georg Christian. Über deren Wirken, deren seinerzeit neuen pädagogischen Konzepte und deren wissenschaftliche Tätigkeit wird der emeritierte Direktor des Bischöflichen Archivs in Speyer, Prof. Hans Ammerich, in einem  Vortrag am kommenden Mittwoch, 25. Mai, im Edelhaus in Schwarzenacker berichten.

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um den zur Tradition gewordenen  gemeinsamen Vortragsabend der Historischen Vereine von Zweirücken und Homburg, der diese einmal im Jahr zwischen den beiden Städten, im Edelhaus, zusammenführt.

Das Gymnasium Bipontinum erlebte seit Mitte des 18. Jahrhunderts eine besondere Blüte, die vor allem  mit den beiden Crollius als Rektoren verbunden ist. Das ließ die damalige schwedische Regierung von  Pfalz-Zweibrücken (1698 – 1719) sogar den Gedanken fassen, die Schule zu einer Akademie auszubauen, wobei Georg Christian Joannis eine besondere Rolle zugedacht war. Das ehrgeizige Vorhaben musste jedoch nach einiger Zeit aufgegeben werden, weil die schwedische Regierung die zur Verfügung stehenden Gelder zum Aufbau eines Infanterieregiments benötigte.

In seinem gewiss aufschlussreichen und spannenden Vortrag wird Prof. Ammerich über die spezielle Thematik hinaus auch ein facettenreiches Bild vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Zweibrücken im 18.Jahrhundert zeichnen. Zu dem am 25. Mai um 19 Uhr beginnenden Abend der Geschichte sind auch Nichtmitglieder der beiden Vereine freundlich willkommen.