Besuch bei der Großen Landgräfin

Sonderexkursion des Historischen Vereins nach Pirmasens

Zweibrücken (hv) Sie ist so etwas wie ein Frühlingsgeschenk an seine Mitglieder und Freunde, die Sonderexkursion, die der Historische Verein Zweibrücken neu in sein Programm aufgenommen hat  und die am Samstag, 9. April, nach Pirmasens führt.

Sie beginnt mit Erinnerungen an die Große Landgräfin, wie Goethe sie genannt hat. Diese, Prinzessin Caroline von Pfalz-Zweibrücken, war eine Schwester von Herzog Christian IV. und hatte Herzog Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt geheiratet. Der aber war ein Kulturbanause und widmete sich in seiner Pirmasenser Residenz nur dem Militär. Caroline dagegen pflegte als hochgebildete Frau den Umgang mit großen Geistern ihrer Zeit und wechselte Briefe u.a. mit Zarin Katharina, Friedrich dem Großen und Voltaire. 

Auf ihren Spuren bewegt sich bei dem Pirmasens-Besuch am Vormittag eine große Stadtführung  unter dem Titel „Von der Pfalz auf die Throne Europas“. Diese fängt am Carolinensaal am Alten Friedhof an und führt bis zum Alten Rathaus mit dem Stadtmuseum.

Nach der Mittagspause wird die Alte Post besucht, ein 1893 im Stil des Historismus entstandener imposanter Bau, der aufwendig und umfangreich restauriert und zu einem Haus der Künste umgestaltet wurde. Dort gilt das Interesse der neu eingerichteten Bürkel-Galerie.

Heinrich Bürkel war einer der großen Maler des Biedermeier. In Pirmasens hatte er 1892 das Licht der Welt erblickt. Seine Gemälde, vorwiegend Landschaften und Darstellungen des Volkslebens, wurden bis nach  Amerika verkauft. Er war Ehrenmitglied der Kunstakademien von München, Dresden und Wien und hat 1824 den Münchner Kunstverein gegründet. Er starb 1869 in seiner Wahlheimat München.

Hin- und Rückfahrt nach Pirmasens erfolgen mir der Bahn. Treffpunkt am 9. April ist um 8,30 Uhr im Hauptbahnhof Zweibrücken. Die Rückfahrt ist für den Nachmittag vorgesehen. Anmeldungen werden bis 7. April in der Sonnen-Apotheke entgegengenommen.