Wer war Professor Joannis?

Viel Anregendes beim Historischen Verein im neuen Jahr

Zweibrücken (hv) Mit elf Vortragsabenden, deren Themen die unterschiedlichsten Bereiche der heimatlichen Geschichte berühren, und mit vier in die Nähe und in die Ferne führenden Exkursionen will der Historische Verein Zweibrücken auch im Jahr 2016 ein Programm bieten, dem Aufmerksamkeit zu schenken, sich nicht nur für die Freunde der Geschichte lohnen dürfte.

Wie eng verknüpft die Geschichte des einst von Herzog Christian IV. gegründeten Eichelscheiderhofs mit unserer Region ist, wird Werner Braun im ersten Vortragsabend des neuen Jahrs am 20.Januar darstellen. "Vom „Karlsberg nach Karlsthal“ hat Richard B. Hudlet seinen  bis nach Böhmen führenden Vortrag überschrieben, den er am 17. Februar hält. Dem Vortrag voraus geht an diesem Abend die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins mit den Neuwahlen des Vorstands.

Einem kirchenhistorischen  Thema, dem bisher kaum Beachtung geschenkt wurde, wird sich der Saarbrücker Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann am 9. März widmen, wenn er über  die Seelsorge in der  Roten Zone während der Evakuierungen 1938 und 1944/45 und in den Evakuierungsgebieten 1939/40 berichtet.

Die Zweibrücker Brauereien und Gaststätten von vorgestern besucht Hanne Stauch in ihrem „Hopfen und Malz Gott erhalt’s“ genannten Vortrag am 6. April.

Der traditionelle Vortragsabend zusammen mit dem Historischen Verein Homburg wird am 25. Mai veranstaltet, mit Prof. Hans Ammerich als Gastreferenten. Er führt mit seinem Vortrag „Joannis und die beiden Crollius – drei berühmte Professoren des Gymnasium Bipontinum“ in die Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts.

Um „Die europäische Idee im Südwesten“ geht es Richard B. Hudlet, wenn er am 22. Juni am Rednerpult steht.

„Die Stunde des Heinrich Ullmann“ ist der Titel des Vortrags von Heinz Weinkauf, in dem er sich am 6. Juli mit dem Bau der Homburger Anstalt und insbesondere  mit der Klinikkirche als kunsthistorischem Juwel befasst.

In die turbulenten Zeiten zur Ende des 18. Jahrhunderts führt der Theologe Theo Herzer mit seinem Vortrag „Die Französische Revolution und das allgemeine Volk“ am17.August.

Er stammt aus der Zweibrücker Dingler-Familie, der Wissenschaftler und Forschungsreisende Hermann Dingler - aber wer kennt ihn? Diesem Mangel wird Prof. Helmut Reichling abhelfen, wenn er am14. September über diese außergewöhnliche Persönlichkeit berichtet.

„Glanz  und Gloria – mit Saus und Braus in den Untergang“ heißt der Abend, mit dem die Kammerzofe Henrietta am 26. Oktober ihr Auditorium überraschen wird.

Den letzten Vortragsabend am 23. November gestalten die Rosenexperten Udo Karl und Christine Meiler  mit einem „Rosenstrauß der Geschichte“.

Zur traditionsreichen Begegnung im Advent treffen sich der Historische Verein und seine Freunde im nächsten Jahr am 7. Dezember in  der Kirche in Maßweiler.

Die Vortragsabende des Vereins werden im Kapellenraum der Zweibrücker Karlskirche veranstaltet, mit Ausnahme des gemeinsamen Abends mit den Homburger Geschichtsfreunden, der im Edelhaus in Schwarzenacker stattfindet. Alle Vortragsabende beginnen jeweils um 19 Uhr.

Von den vier vorgesehenen Exkursionen führt die erste am 14. Mai zu unbekannten Kunstschätzen im Saarland und die zweite am 10. September nach Colmar und dort auch ins berühmte neu gestaltete Museum Unterlinden mit dem Isenheimer Altar. Beide Studienfahrten werden geführt von Ulrike Radunz. Am 10. November geht es nach Mannheim zur großen Ausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ Vom 6. bis 9.Oktober folgt dann die herbstliche Vier-Tage-Reise, die nach Thüringen führt; vorgesehen sind Besuche in Meiningen und Eisenach, Weimar und Rudolstadt, Arnstadt und Ilmenau.

Das neue Jahresprogramm kann, wie Erster Vorsitzender Wolfgang  Staedtler mitteilt, in der Bibliotheca Bipontina und in der Sonnen-Apotheke abgeholt werden.