Mord aus zarter Hand…

…deshalb heißt es „Cherchez la femme“ beim Historischen Verein

Zweibrücken (hv) Entsetzt über die Giftaffäre am Hof des Sonnenkönigs, ein Skandal der ganz Paris erschütterte, schickte der Herzog von Pfalz-Zweibrücken seine Kammerzofe Henrietta nach Frankreich, um nähere Informationen zu bekommen. Ihre Rückreise führte sie über Blieskastel, und dort konnte sie einen längst vergessenen Giftmord aufklären. Leider kehrte sie erst nach dem Tod des Herzogs zurück, und so wird sie – in Gestalt von Monika Link - nun am Mittwoch, 11. November, beim Historischen Verein Zweibrücken über ihre Ermittlungen berichten.

Die Kammerzofe wird von aufsehenerregenden und skurrilen Giftmorden vergangener Zeiten erzählen und an einem gedeckten Tisch aufzeigen, wie damals eine geplante Vergiftung vorbereitet wurde. Ferner werden die Besucher des Abends erfahren, wie man mittels eines beliebten „Erbschaftspulvers“ vorzeitig an das zu erwartende Erbe gelangen konnte. Henrietta wird auch in das dubiose Handwerk der historischen Giftmischerinnen und Giftmörder einweihen, erklären, wie man ohne Spuren zu hinterlassen, dem untreuen Geliebten „vergeben“ konnte, und schließlich von den Morden à la Brinvilliers Kunde geben.

Zu dem gewiss spannenden Vortragsabend unter dem Titel „Mord aus zarter Hand – cherchez la femme“ am 11. November um 19 Uhr im Kapellenrum der Karlskirche sind, wie stets beim Historischen Verein, auch Nichtmitglieder freundlich willkommen.