Er war des Herzogs Haushofmeister…

Historischer-Verein-Vortrag: Zwei märchenhafte Karrieren

Zweibrücken (hv) „Dominik Kummerer – Haushofmeister am Palais Deux-Ponts“ ist der nächste Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken am Mittwoch, 17. Juni, überschrieben, bei dem Gastreferent Rudolf. H. Böttcher aus Frankenthal zwei märchenhafte Karrieren vorstellen wird:

Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken stieg vom Pfalzgrafen und Militär 1795 zum landlosen Herzog und 1799 zum Kurfürsten von Pfalz-Bayern auf. Sieben Jahre später, 1806, wurde er erster König von Bayern.

Dominik Kummerer war Hofschneider in Rappoltsweiler und wurde dann Haushofmeister am Palais Deux-Ponts in Straßburg. Als Hofintendant verwaltete er die 1793 zerstörten Schlösser des Herzogtums Zweibrücken, Carlsberg, Jägersburg, Monbijou, Pettersheim und Zweibrücken. Zweimal wird er in den Erinnerungen des Hofmalers Johann Christian von Mannlich erwähnt. Als königlicher Schatzmeister ist Kummerer zuletzt Hüter der bayerischen Krone.

Sohn und Enkel Kummerers wenden sich 1849 gegen König Maximilian II. Es ist eine besondere Tragik der Familie, dass drei Ururenkel 1916 auf beiden Seiten der Front fielen; zwei andere wurden hoch dekoriert. In dem bebilderten Vortrag werden auch die Zweibrücker Familien Heintz, Lichtenberger, Rau und Petersen erwähnt sowie die Autorin Emmy Braun.

Zu dem am 17. Juni um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, auch Nichtmitglieder freundlich willkommen.