Auf den Spuren der Baronesse de Bode

Historischer Verein: Außergewöhnliche Exkursion zum Saisonende

Zweibrücken (hv) Die letzte Studienfahrt des Historischen Vereins Zweibrücken in diesem Jahr am Samstag, 11. Oktober, hat eine außergewöhnliche Kulisse: Es ist die unglaublich abenteuerliche Familiengeschichte derer von Bode, eine Familiengeschichte, wie sie fesselnder und dramatischer selbst ein phantasiereicher Romanautor nicht besser erfinden könnte.

Hoffnungsvoll begonnen in Saarbrücken, Blieskastel und Bergzabern, gerät die Familie de Bode 1789 ins blutige Mahlwerk der Französischen Revolution. Die de Bodes verlieren ihr elsässisches Salinengut und fast ihr Leben. Sie flüchten mit knapper Not, emigrieren vom Oberrhein bis nach Petersburg, wo die Baronesse für sich und ihre Kinder Plätze in der russischen Zarengesellschaft erkämpft. Weiter geht es auf die Krim und schließlich in der Enkelgeneration zurück – nach Freiburg.

Stationen der Studienfahrt am 11. Oktober sind Bad Bergzabern mit dem Bode’schen Sommerhaus Zick-Zack, dann Soultz/Pechelbronn, wo de Bode mit den ortsansässigen Ölbaronen LeBel ins Gehege kam und von den Jakobinern bedroht wurde. Weiter geht es über die Septfontaines-Mühle nach Wissembourg, von wo aus die Familie ins Exil flüchtete.

Sachkundig geführt wird die Exkursion von Dr. Alfred Scheld aus Pforzheim, der die als Zeitzeugnisse höchst aufschlussreichen Briefe der Baronesse Marie de Bode (1745 – 1812) in Buchform herausgegeben und im vergangenen Jahr in der Bibliotheca Bipontina darüber referiert hat.

Die Abfahrt am Samstag, 11. Oktober, erfolgt um 8,30 Uhr an der Festhalle. Anmeldungen werden bis 9. Oktober in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen. Nichtmitglieder sind, wie stets beim Historischen Verein, freundlich willkommen.