„…sonst wird dich der Jäger holen“

Historischer Verein: Streifzug durch die Kulturgeschichte der Jagd

Zweibrücken (hv) Als stark polarisierendes Thema hat die Jagd viele Freunde, aber auch viele Gegner. Für die einen ist sie ein notwendiger Beitrag zum Arten- und Naturschutz, für die anderen ein permanenter Angriff auf Leben und Natur. Der hohe Stellenwert der Jagd in vergangenen Zeiten und ihre Bedeutung für das Leben der Menschen sind heute schwer nachvollziehbar.

Umso aufschlussreicher dürfte deshalb der Vortrag sein, den der Direktor des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg, Prof. Frieder Hepp,  am Mittwoch, 10. September, als Gast des Historischen Vereins in Zweibrücken hält. Unter dem Titel „…sonst wird dich der Jäger holen“ unternimmt Prof. Hepp einen Streifzug durch die Kulturgeschichte der Jagd, wobei er den Bogen von der Antike bis in die Gegenwart spannt. Selbstverständlich wird dabei auch der volksliedhafte „Jäger aus Kurpfalz“ zum Zuge kommen.

Die „hohe Kunst des Jagens“ war einst das Vergnügen des Adels. Doch was den Jägern  Lust und Vergnügen gewesen, das brachte den Gejagten Verderben und Tod. Die Untertanen stöhnten über die Last der ihnen auferlegten Frondienste, die Bauern beklagten große Flurschäden und die Bürger litten unter dem rücksichtslosen Ausleben der Jagdleidenschaft so mancher hohen Herren.

Der weit über die Kurpfalz hinaus bekannte Historiker Hepp wird in seinen mit Bildern und kulturhistorischen Zeugnissen illustrierten Vortrag aber nicht nur einen  Blick auf die Geschichte der Jagd werfen, sondern zugleich die neben dem Sammeln wohl wichtigste Errungenschaft der menschlichen Zivilisation vom Ötzi bis heute beleuchten. Dabei wird  der Referent auch das sich ändernde Verhältnis der Menschen zu Natur und Umwelt in seine Betrachtungen miteinbeziehen..

Zu dem am 10. September um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.