Epochales Werk zur Stadtgeschichte

Historischer Verein würdigt Carl Pöhlmanns herausragende Leistung

Zweibrücken (hv) Beim nächsten Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken am Mittwoch, 11. Juni, wird Vorstandsmitglied Pfarrer Bernhard H. Bonkhoff  ein vor zwei Jahren von Stadtarchivarin Charlotte Glück-Christmann ediertes Werk des früheren Zweibrücker Bezirksamtmanns Dr. Carl Pöhlmann vorstellen. Es handelt sich dabei um eine bisher nur im Manuskript vorgelegene herausragende Arbeit Pöhlmanns, nämlich um die bisher letzte wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Geschichte der Stadt Zweibrücken bis zum Ende der Schwedenzeit, also bis 1718.

Pöhlmann standen für  sein Werk alle damals bekannten historischen Urkunden aus oft weit verstreuten Archiven zur Verfügung, Urkunden, die er, wie kaum ein anderer, zu entziffern und zu interpretieren wusste. Vor allem brach Pöhlmann in seiner Stadtgeschichte mit dynastischen und konfessionellen Rücksichten, die ältere Autoren in ihren Darstellungen walten ließen.

Schon längst in Pension, war er beim Ausheben von Baugruben im Innenstadtbereich stets zugegen, um Funde zu sichern. Sogar bei der Anlegung von Splitterschutzgräben während des Zweiten Weltkriegs überzeugte er sich, ob die dabei entdeckten Mauern und Einzelfunde für die Erhellung der Vergangenheit wichtig wären.

In seinem Vortrag wird Bonkhoff sich zunächst mit der Biographie Pöhlmanns beschäftigen, der zu den fleißigsten Forschern der pfälzischen Landesgeschichte gehörte, bevor die ganze Aufmerksamkeit dessen Stadtgeschichte gilt.

Bereits 1990 hat Bonkhoff das zu Carl Pöhlmanns Stadtgeschichte gehörende Urkundenbuch beim Historischen Verein herausgebracht. Dieses Urkundenbuch, auf dem Pöhlmanns Werk fußt, wird ebenso wie dessen Stadtgeschichte bei dem Vortragsabend erhältlich sein. Dieser wird am 11. Juni im Kapellenraum der Karlskirche veranstaltet und beginnt um 19 Uhr. Nichtmitglieder sind, wie stets beim Historischen Verein, freundlich willkommen.