Ein Feengewäld wird wach geküsst

Historische Vereine Zweibrücken und Homburg im Karlsberger Hof

Homburg/Zweibrücken (hv) Nicht wie gewohnt ins Edelhaus in Schwarzenacker, sondern in den Karlsberger Hof in Sanddorf laden die Historischen Vereine von Zweibrücken und Homburg in diesem Jahr zu ihrem traditionellen gemeinsamen Vortragsabend  ein, der am Mittwoch, 14. Mai veranstaltet wird. Der Karlsberger Hof ist das letzte erhalten gebliebene Gebäude der einst ausgedehnten Anlagen des Schlosses Karlsberg. Und welcher Ort wäre historisch authentischer als dieser für einen Vortrag, der  überschrieben ist  „Ein Feengewäld wird wachgeküsst – Sanierung und Erneuerung im WaldPark Schloss Karlsberg“. 

Fachkundiger Referent des Abends ist der promovierte Historiker Bernhard Becker, der seit vielen Jahren das Amt für Heimat- und Denkmalpflege beim Saarpfalz-Kreis in Homburg leitet. Bernhard Becker wird über die vielfältigen Maßnahmen berichten, das ehemalige Schloss Karlsberg und seine Parkanalagen wieder erlebbar zu machen und dem Tourismus zu erschließen. Dabei wird er Ideen, Vorgaben, Entwürfe und konkrete Projekte wie Tosbecken und Orangerie im Bild vorstellen.

Seit 1778 ließ Herzog Karl II. August peu à peu auf einem damals unbewaldeten Bergrücken bei Sanddorf das letzte große Residenzschloss des Ancien Regime bauen. Auf sein Geheiß wurden zudem wunderschöne Parks, darunter die Karlslust, angelegt. Von dieser sind auf heute pfälzischer Seite noch die „Schwanenweiher“ und „Herzogsgärten“, auf heute saarländischer Seite noch das Tosbecken“ und der „Bärenzwinger“ zu bewundern.

Vom Schloss selbst ist außer dem Kellergeschoss der Orangerie kaum etwas erhalten geblieben. Schnell fielen Schloss- und Parkanlagen der Vergessenheit anheim, lediglich in der Literatur lebte Schloss Karlsberg weiter. Die neu gegründete Kooperation „WaldPark Schloss Karlsberg“ hat es sich  zur Aufgabe gemacht, dieses „Feengewäld“ wieder „wach zu küssen“.

Zu dem am 14. Mai um 19 Uhr im  Karlsberger Hof beginnenden Vortragsabend sind, wie stets bei den beiden Historischen Vereinen, Nichtmitglieder freundlich willkommen. Wegen des Raumangebots wird bis 9. Mai um Anmeldung gebeten (Tel. 06841/ 1050)