Wo Luther einst dem Kaiser trotzte…

Historischer Verein besucht Worms: 2000 Jahre Geschichte

Zweibrücken (hv)  Die alte Nibelungenstadt Worms ist das Ziel der Frühjahrs-Exkursion des Historischen Vereins Zweibrücken am 12. April – es ist eine Reise in und durch zweitausend Jahre europäischer Historie.  Und so beginnt der Besuch in Worms auch mit einem Stadtrundgang, überschrieben „Zu Fuß durch zwei Jahrtausende“.

An erster Stelle steht dabei der im zwölften Jahrhundert entstandene Dom St. Peter, eines der herausragenden romanischen Bauwerke auf deutschem Boden, das auf die Blütezeit der Wormser Stadtgeschichte zurückgeht. Dann gilt die Aufmerksamkeit dem „Heiligen Sand“, dem ältesten ursprünglich erhaltenen jüdischen Friedhof Europas. Angelegt in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts, stammen die ältesten überkommenen Grabsteine aus den Jahren 1058/59. Bevor markante Zeugnisse der Stadtgeschichte ins Blickfeld rücken, wird das Luther-Denkmal besucht, das weltweit größte Reformations-Monument neben dem internationalen Reformations-Denkmal in Genf. Es erinnert an Luthers mutiges Auftreten vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag in Worms 1521, das den Bruch in der abendländischen Kirche zur Folge hatte.

Der Nachmittag ist dann dem Jüdischen Worms gewidmet, das zu den drei Schum-Städten am Rhein gehört – Speyer, Worms, Mainz - , aus denen im Mittelalter die askenasische religiöse Kultur hervorging. Dabei werden das Jüdische Viertel mit der auf das Jahr 1034 zurückgehen-den Synagoge, das jüdische Ritualbad Mikwe und das 800 Jahre alte Raschi-Haus mit dem Jüdischen Museum besucht. Die beiden Stadtrundgänge werden fachkundig geführt.

Die Abfahrt am Samstag, 12. April, erfolgt um 7,30 Uhr an der Festhalle. Anmeldungen werden bis 10. April in der Sonnen-Apotheke in der Fußgängerzone entgegengenommen. Da wegen der Führungen die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt ist, empfiehlt sich baldige Anmeldung. Nichtmitglieder sind, wie stets beim Historischen Verein, freundlich willkommen.