Stadtoberhaupt in schweren Zeiten

Richard Hudlet berichtet im Historischen Verein über Fritz Roesinger

Zweibrücken (hv) Schicksalsschwere Jahre der jüngeren Vergangenheit werden wieder lebendig, wenn Vorstandsmitglied Richard B. Hudlet beim nächsten Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken am Mittwoch, 9. April, über das Leben und Wirken von Fritz Roesinger berichtet. Dieser war, wie es amtlich heißt, der erste hauptamtliche rechtskundige Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken und lenkte 27 Jahre, von 1905 bis 1932, die Geschicke unserer Stadt.

Es waren sehr bewegte Zeiten, die gewaltige Veränderungen mit sich brachten, in denen Roesinger an der Stadtspitze gestanden hat. Da waren der Erste Weltkrieg, die Jahre des Umbruchs nach 1918, das große Hochwasser in Zweibrücken 1921, die Inflation in den zwanziger Jahren, die große Arbeits-losigkeit …, nein, leicht hatte es ihm das Schicksal in seinem Amt nicht gemacht. Und dennoch ist Fritz Roesinger als beispielhafte Persönlichkeit, als so etwas wie das Idealbild eines Oberbürgermeisters, in die Stadtgeschichte eingegangen. Die Annalen sind leider sparsam mit ihren Auskünften über ihn, die Roesingerstraße aber hält mit ihrem Namen das Gedächtnis an ihn wach.

Zu dem am 9. April um  19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend, mit dem ein aufregendes Kapitel der Stadtgeschichte im zwanzigsten Jahrhundert aufgeschlagen wird, sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.