Früher gab’s auch eine Luitpoldschule

Historischer Verein erinnert an den Kult um Prinzregent Luitpold

Zweibrücken (hv)  Der bayerische Prinzregent Luitpold (1821 – 1912) war ein Enkel des aus der Wittelsbachschen Linie Pfalz-Zweibrücken stammenden ersten bayerischen Königs Maximilian I. Joseph und stand von 1886 bis zu seinem Tod an der Spitze des Königreichs Bayern. Durch seine Volksnähe genoss er wie kein anderer bayerischer Regent vor ihm gerade auch in der Pfalz große Verehrung. Dies zeigte sich vor allem bei seinen Pfalzbesuchen und  anlässlich seiner runden Geburtstage, die wie Staatsfeiertage begangen wurden. Sie waren der Regierung Anlass, die Loyalität der Bevölkerung zum bayerischen Königshaus zu steigern.

Über diese Verehrung des  Prinzregenten Luitpold in der Pfalz, die auf sehr vielfältige Weise Ausdruck fand, wird beim ersten Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken nach der Sommerpause, am Mittwoch, 4. September, der Direktor des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Roland Paul, in Wort und Bild berichten. Der Referent wird dabei vor allem auf die Pfalzreisen Luitpolds, seine Aufenthalte in Zweibrücken und die diversen Prinzregentenfeiern eingehen.

Noch heute erinnern in Zweibrücken die Luitpoldstraße und der Luitpoldpark an den einstigen bayerischen Regenten. Bis 1944 gab es auch eine Luitpoldschule; das imposante Schulhaus an der Ecke Kaiser-/Ritterstraße - heute stehen dort vor dem Firmengelände Weinmann Wohngebäude – wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Zu dem Vortragsabend mit dem in  Zweibrücken wohlbekannten Historiker Roland Paul am 4. September um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche sind, wie stets beim Historischen Verein, auch Nichtmitglieder freundlich willkommen.