Ein Zeitzeuge berichtet…

Der Volksaufstand in der DDR – Vortrag beim Historischen Verein

Zweibrücken (hv) Was damals geschah ist schon Geschichte – die nie zu vergessende Geschichte eines der mutigsten und folgereichsten deutschen Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg: Der Volksaufstand in der damaligen DDR am 17. Juni 1953. Zum 60. Male jährt sich in diesem Jahr der Aufbruch zum Widerstand der geknechteten Bevölkerung im anderen Teil Deutschlands, der sich in Arbeitsniederlegungen, Protesten und Demonstrationen Bahn brach. An die 20 000 Sowjetsoldaten, russische Panzer und ungefähr 8000 Volkspolizisten wurden gegen die Aufständischen eingesetzt und das Kriegsrecht über die DDR verhängt. Zu dessen bitteren Folgen gehörten auch standrechtliche Erschießungen friedlich um ihre Freiheit kämpfender Deutscher.

An dieses schlimme Geschehen erinnert der zweite Vortragabend des Historischen Vereins Zweibrücken in diesem Jahr, am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche. Horst Rapior, Vorstandsmitglied des Historischen Vereins, hat die damaligen Ereignisse in Halle an der Saale miterlebt und kann als Zeitzeuge in Wort und Bild über die Hintergründe und Abläufe des Aufstands berichten. Nicht nur Ostberlin war ein Schwerpunkt der Protestaktionen, sondern auch in Magdeburg, Leipzig, Dresden und im Chemiedreieck um Halle waren die Menschen auf die Straße gegangen.

Dem Vortragsabend, zu dem, wie zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins, auch Nichtmitglieder freundlich willkommen sind, geht um 18 Uhr an gleicher Stätte die Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins voraus, in deren Mittelpunkt heuer die Neuwahl des Vorstands steht.