„Wütend wälzt sich einst im Bette…“

Vortrag beim Historischen Verein über Kurfürst Friederich IV.

Zweibrücken (hv) Das bekannte  Studentenlied über den trinkfreudigen Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz liefert den Titel für den nächsten Vortragsabend des Historischen Vereins Zweibrücken am kommenden Mittwoch, 17. Oktober. Es geht dabei um Kurfürst Friedrich IV. (1574 – 1610), aber auch um Politik und Lebenslust in der Kurpfalz um 1600. Gastreferent ist der  Direktor des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg, Professor Frieder Hepp.

Kurfürst Friedrich IV. wird gemeinhin als lebenslustiger Zecher, leidenschaftlicher Jäger und turnierbegeisterter Ritter beschrieben. Vor allem seine legendäre Trinkfreudigkeit verschaffte ihm Unsterblichkeit im akademischen Liedgut deutscher Studenten, führte aber auch zu seinem frühen Tod im Alter von erst 36 Jahren. Gleichwohl wurde unter der Regentschaft Friedrichs der Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses errichtet und dieses damit zur standesgemäßen Residenz umgewandelt. Friedrich legte den Grundstein für die Entwicklung Mannheims, pflegte enge Verbindungen mit Johann I. von  Zweibrücken und schaffte die Einigung der protestantischen Fürsten in der Union, zu deren Führer er 1608 gewählt wurde.

Der Historiker Prof. Hepp wird in seinem mit Bildern und kulturhistorischen Zeugnissen illustrierten Vortrag über das Leben und die Leistungen des Becherhelden des bekannten Studentenlieds berichten und dabei zugleich einen Blick auf die wohl spannendste Phase der kurpfälzischen Geschichte werfen: Es war die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, das konfessionelle Zeitalter, als dessen typischer Vertreter Friedrich IV. bezeichnet werden darf.

Zu dem am 17. Oktober um 19 Uhr beginnenden Vortragsabend im Kapellenraum der Karlskirche sind, wie zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins, Nichtmitglieder freundlich willkommen.