Hochkultur beim Nachbarn Elsaß

Historischer Verein auf den Spuren von Kunstkeramik und Glaskunst

Zweibrücken (hv) Wenn von Hochkultur im nördlichen Elsaß die Rede ist, kann nur die gläserne Kunst von René Lalique (1860 – 1945) gemeint sein. Was der Schmuckgestalter und Designer, der einst  auch den Orientexpreß und Luxusliner ausstattete, dort in Glas geschaffen hat, ist heute in der ganzen Welt berühmt und geschätzt. In dem kleinen Elsaß-Dorf Wingen-sur-Moder hatte er – einer der Großen des Jugendstils und später von Art Deco - nach dem Ersten Weltkrieg seine Manufaktur gegründet. Und in Wingen-sur-Moder ist im Sommer vergangenen Jahres auch das Lalique-Museum eröffnet worden –  vielgerühmtes Ziel einer Studienfahrt des Historischen Vereins Zweibrücken am Samstag, 12. Mai.

Erstes Ziel dieser eintägigen Busreise jedoch -  im zunächst vorgesehenen Bitsch wird gebaut - ist Saargemünd, die kleine Stadt mit dem großen Ruf. Aus Saargemünd kam einst nämlich weltweit bekannt gewordenes Steingut. Seine „Faiencerie“ gehörte im zwanzigsten Jahrhundert zu den führenden Keramikherstellern Europas. Besucht wird dort, neben einer historischen Stadtführung, die Bliesmühle. Aus diesem einstigen Gründungsdomizil der Saargemünder Steingut-Manufaktur ist inzwischen ein Museum für Steingut-Technik geworden, einzigartig in Europa. Weiter gilt das Interesse auch dem romantischen Fabrikgarten, der ob seiner Gestaltung in das Ensemble “Gärten ohne Grenze“ der Region Saar/Lothringen/Luxemburg aufgenommen wurde.

Die Fahrt klingt aus  mit Beisammensein und  Abendessen im lothringischen Epping.

Die Abfahrt am 12. Mai erfolgt um 8,30 Uhr an der Festhalle. Nichtmitglieder sind, wie stets beim Historischen Verein, freundlich willkommen. Verbindliche Anmeldungen  zu dieser Exkursion werden bis spätestens 10. Mai in der Schloss-Apotheke entgegengenommen.