Katholisch? Lutherisch? Reformiert?

Historischer Verein:  Wechsel der Konfessionen vor 300 Jahren

Zweibrücken (hv) Die wechselvolle kirchenpolitische Situation im einstigen Herzogtum Pfalz-Zweibrücken ist das Thema des nächsten Vortragsabends des Historischen Vereins Zweibrücken am Mittwoch, 25. April. Gastreferent ist der Direktor des Speyerer Bistumsarchivs, Prof. Hans Ammerich. Der promovierte Historiker und hochkompetente Kirchengeschichtler   übrigens ein gebürtiger Zweibrücker   gab seinem Vortrag den Titel „Im Wechsel der Konfessionen: Die konfessionellen Verhältnisse in Pfalz-Zweibrücken von  der Reformation bis zum aufgeklärtem Absolutismus“.

Die Anfänge und die Einführung der Reformation, der Übergang vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis in den 1580er Jahren und das Neben- und Miteinander dreier Konfessionen im ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert sind die wichtigsten Stationen der pfalz-zweibrückischen Kirchengeschichte. Bei all diesen Entwicklungen spielte die Beziehung zur Kurpfalz eine entscheidende Rolle.

Im ausgehenden 17. Jahrhundert kam es während der schwedischen Regierung Pfalz-Zweibrückens zu einer Begünstigung der Lutheraner, die zahlreiche Auseinandersetzungen mit der reformierten Schwester-konfession nach sich zog. Unter der anschließenden katholischen Regentschaft wurden schließlich die Katholiken bevorzugt. Die einst so mächtige reformierte Kirche hatte spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts ihre einstige Vorrangstellung verloren.

Zu dem gewiss spannenden Referat – schliesslich ergaben  sich aus den wechselnden konfessionellen Verhältnissen mancherlei Misshelligkeiten für die  Bürger des Herzogtums  – sind, wie zu allen Veranstaltungen des Historischen  Vereins, Nichtmitglieder freundlich willkommen. Der Vortragsabend beginnt um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche.