Von Not am Mann bis zur Zabernaffäre

Ein Blick ins neue Jahresprogramm für 2012 des Historischen Vereins

Zweibrücken (hv) Heimatkundliche Bildungsarbeit mit Breitenwirkung  zu leisten, hat sich der Historische Verein Zweibrücken seit seiner Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg vor nun fast  62 Jahren zu einer seiner wichtigsten Aufgaben gemacht. Dass dieses Ziel auch weiterhin im Vordergrund seines Wirkens steht, beweist das soeben vorgelegte Arbeitsprogramm des Vereins für das Jahr 2012. Es führt wieder zehn  Vortragsveranstaltungen auf, eine Halbtagesexkursion, drei Eintages-Studienfahrten und die traditionelle viertägige Herbstexkursion.

„Not am Mann? – Frauen ran!“ ist der Vortrag überschrieben, mit dem die Jahresarbeit am 25. Januar eingeleitet wird. Die Publizistin Sabine Graf wird dabei über Frauenarbeit im Völklinger Eisenwerk berichten. Den Februar-Vortrag mit dem Thema „Die deutsche Weinstraße von  1935 bis 1995“  hält Fritz Stauch, während im März der Speyerer Kunsthistoriker Clemens Jöckle im Nachklang zur gegenwärtigen Ullmann-Ausstellung sich mit dem Schaffen der Brüder Heinrich und Ludwig Ullmann als „Architekten und Maler in unserer Region“ beschäftigen wird.

Ein spannendes Thema liegt dem April-Vortrag von Prof. Hans Ammerich zugrunde: „Im Wechsel der Konfes-sionen. Die konfessionellen Verhältnisse in Pfalz-Zweibrücken von der Reformation bis zum aufgeklärten Ab-solutismus“. Gemeinsam mit dem Historischen Verein Homburg wird der Vortragsabend im Mai veranstaltet; dabei wird Werner Karg Geschichte und Landschaft des Bliesgaus darstellen. Im Rosenmonat Juni erinnert Hanne Stauch an das 100jährige Bestehen und Wirken des Vereins der Rosenfreunde.

Nach der Sommerpause im Juli ist im August der Volkskundler Helmut Seebach zu Gast mit dem Thema „Amerikaner und Neger. Aus dem Kriegstagebuch eines Soldaten des Regiments Royal Deux-Ponts“. Im Septem-ber berichtet Hans-Joachim Kühn über „Die Zabernaffäre“  und im Oktober steht Prof. Frieder Hepp aus Heidelberg am Rednerpult mit dem Thema „Wütend wälzt sich einst im Bette… - Kurfürst Friedrich IV. : Politik und Lebenslust in der Kurpfalz um 1600“. Die Vortragsarbeit klingt  im November aus mit einem Vortrag von Monika Link über „Geheimnisse einer Kammerzofe“.

Die längst schon zur Tradition gewordene „Begegnung im Advent“  führt die Geschichtsfreunde im Dezember nach Vogelbach in die dortige Simultankirche. Sie entstand um 1200 und war einst Station des  St. Jakob-Pilgerwegs nach Santiago de Compostela. Gestaltet wird dieser Abend im Advent von Pfarrer Bernhard H. Bonkhoff.

„Musen und Museen in Saarbrücken“ ist die für März vorgesehene Halbtagesexkursion gewidmet, ins württem-bergische Esslingen als „Beispiel für eine Stadt mit vielen verschiedenen Baustilen“ führt die Tagesexkursion im April und im Mai geht es unter dem Motto „Alte Festung – neues Glas“ ins kaum bekannte Vorwerk der Bitscher Festung und ins neue Lalique-Museum in Wingen sur Moder. Im August steht ein Tag in Ingelheim mit der Kaiserpfalz auf dem Reiseprogramm und vom 13. bis 16. September sind Regensburg und Umgebung die Ziele der großen Herbstexkursion.

Zu allen diesen Veranstaltungen sind Nichtmitglieder freundlich willkommen.