Für ihn wurde der Kölner Dom gebaut 

Vortragsabend über den  Dreikönigenschrein beim  Historischen Verein

Zweibrücken (hv)  Er gilt als die größte Goldschmiedearbeit des Mittelalters in Europa, der mehr als zwei Meter lange, einen Meter breite und 1,5 Meter hohe Dreikönigenschrein im Kölner Dom. Dieser entstand in der Gotik als steinernes Gehäuse für das Reliquiar der Heiligen Drei Könige.

Im vierten Jahrhundert, so wird berichtet, waren deren Reliquien von Konstantinopel nach Mailand gekommen, von wo sie im zwölften Jahrhundert nach Köln gebracht wurden. Der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg ließ damals in der Werkstatt des Goldschmieds Nikolaus von Verdun diesen großartigen Schrein für die Gebeine der Heiligen Drei Könige anfertigen. Ihn schmücken 74 Figuren aus vergoldetem Silber und er ist mit eintausend Edelsteinen und Perlen besetzt.

„Der Dreikönigenschrein - Europas wertvollster Kunstschatz“ ist  der Vortragsabend überschrieben, zu dem der Historische Verein Zweibrücken Geschichts- und Kunstfreunde für Mittwoch, 14. September, in den Kapellenraum der Karlskirche einlädt. Der aus Westfalen in die Pfalz gekommene Schriftsteller Ferdinand Fischer wird dabei in Wort und Bild über den Dreikönigenschrein und dessen ungewöhnliches  Schicksal berichten. Fischer wird auch auf die dreihundert antike Gemmen und Kameen ein-gehen, die den Schrein zieren. Darunter befand sich als wertvollster Stein der später geraubte und heute in Wien zu bewundernde „Ptolemäerkameo“. Eine Kopie davon ist heute im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein zu sehen.

Die Geschichte des Dreikönigenschreins ist abenteuerlich  und spannend wie ein Roman. Und den hat der Referent des Abends auch  geschrieben; sein Titel „Das Wunder des Mittelalters“. Zu dem am nächsten Mittwoch um 19 Uhr beginnenden außergewöhnlichen Vortragsabend sind, wie zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins, auch Nichtmitglieder  freundlich willkommen.