Wo sie ihren Glauben lebten…

Historischer Verein besucht religiöse Stätten an der Saar

Zweibrücken (hv)  Zeugnisse aus der Vergangenheit kennenzulernen, die das Mit- und Nebeneinander von Glaubensgemeinschaften in der Saarregion belegen, ist das Ziel der eintägigen Sommerexkursion des Historischen Vereins Zweibrücken, die am Samstag, 9. Juli, veranstaltet wird. Geplant und geführt von der promovierten Historikerin Eva Kell, die mit Vorträgen und Studienfahrten schon mehrmals Gast bei den Zweibrücker Geschichtsfreunden war, führt die historische Tour zu Stätten, die von Mennoniten und Hugenotten, von Juden und Klöstern, von preußischer Garnison und fürstlichem Jagdvergnügen künden.

Erste Station ist die Bettinger Mühle in Schmelz, an deren mennonitische Gründung noch heute eine Mennonitenstube erinnert. In Saarlouis gilt die Aufmerksamkeit dem schon 1684 angelegten Alten Friedhof,  mit Grablege der Franzsikanernonnen, mit Juden- und Soldatenfriedhof, bevor die Evangelische Kirche besucht wird, die seit 1906 Garnisonskirche der Preußen und später Synagoge war.

Das Glasmuseum in Ludweiler, das bezeugt, welch wichtige Rolle die Hugenotten zur Besiedlung des Warndtwaldes und beim Entstehen der Glasindustrie gespielt haben, ist das erste Besuchsziel am Nachmittag. Die Fahrt endet im barocken Jagdschloß Karlsbrunn, das unter Mitarbeit von Balthasar Wilhelm Stengel für Fürst Carl Ludwig von Nassau-Saarbrücken errichtet wurde. Beim Ausklang der Exkursion im  Schloßcafé steht auch ein hugenottisches Gericht auf der Speisekarte.

Anmeldungen zu der Fahrt, zu der, wie zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins, auch Nichtmitglieder willkommen sind, werden ab sofort in der Schloss-Apotheke entgegengenommen.

Anmeldeschluss ist der 7. Juli.